Archiv für die Kategorie ‘Videos’

Der Asphalt ruft …

14. Februar 2009

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… und mir kommen dauernd diese Zeilen in den Sinn:

Davy’s on the road again
Wearin’ different clothes again
Davy’s turning handouts down
To keep his pockets clean
Sayin’ his goodbyes again
Wheels are in his eyes again …

Wer es wieder einmal in voller Länge hören möchte, hier eine etwas verzerrte, aber, wie ich finde, ziemlich coole Aufnahme von 1983, mitgeschnitten in Budapest (waren wir nicht alle so? Doch, ich glaube, so waren wir).

Ich auf alle Fälle mache mich bald auf den Weg, verlasse Savannah, bedanke mich herzlich bei Imke Lass (die mir hier wirklich jede Türe geöffnet hat), bei allen Leserinnen und Lesern, den Kommentatoren und Kommentatorinnen (bei euch ganz besonders!), die mich begleitet haben. Es war wunderbar mit euch. Kommt her und schaut sie euch an, diese bezaubernde Stadt, Savannah, ma belle.

Goodbye.

Zora’s on the road again …

Sentimenti II (fag hag)

2. Februar 2009

Hiermit erlaube ich mir eine kleine, private Sentimentalität, die mit Amerika überhaupt nichts zu tun hat:

Sentimenti

28. Januar 2009

Eine langjährige Freundin schickte mir dieses Video. Sie meinte, sie sei so wahnsinnig sentimental zur Zeit und würde sich am liebsten nur in ihrem Zimmer einschließen und diese Musik hören.

Es passt zu meinem Aufenthaltsort, wegen der Bibelzitate einerseits (die Kirche ist hier wirklich allgegenwärtig), weil einem in den Südstaaten aber auch so klar wird, wie wenig wir dafür können, woher wir kommen, und wie entscheidend es doch für unser Leben ist.

4 Minuten und 36 Sekunden Melancholie also.  

„Savannah does not disappoint!“

24. Januar 2009

Gibt es viele Kleinstädte, die wegen eines einzigen Romans berühmt geworden sind, wo die Leute hinpilgern, das Buch in der Hand, um sich den Ort des Geschehens zu vergegenwärtigen (mal abgesehen von Dublin und dem Ulysses, aber Dublin ist ja keine Kleinstadt)?

Savannah gehört dazu. Hier dreht sich vieles um einen Bestseller aus den 90er Jahren, geschrieben von John Berendt, verfilmt von Clint Eastwood:  „Midnight in the Garden of Good and Evil“. John Cusack und Kevin Spacey spielen die Hauptrollen (der Film war kein besonderer Erfolg, zu langatmig, hieß es, zu träge, also eigentlich Savannah gut treffend). Auf der Straße bin ich schon nach „der Statue aus dem Buch“ oder „dem Haus aus dem Film“ gefragt worden.

Der Roman basiert auf einer wahren Geschichte: ein alternder homosexueller Antiquitätenhändler erschießt einen Strichjungen. Ist es Mord, ist es ein Unfall? Ein Yankee-Journalist versucht der Sache auf den Grund zu gehen und lernt dabei das Südstaatenleben kennen. In „Mitternacht im Garten der Lüste“, so der deutsche Titel, geht es um das wohlhabende Savannah, dieses dekadente, schläfrige Upperclass-Milieu, in dem es von mondänen alten Frauen, irren Passanten und subversiven Transvestiten nur so wimmelt. 

Der evangelikale Silberhändler von neulich (der mit den Weltuntergangsphantasien wegen Obama) hat übrigens im Film eine Nebenrolle gespielt, einen Polizisten. Von ihm weiß ich auch, dass Kevin Spacey während der Dreharbeiten mit „der halben Stadt“ geschlafen haben soll. Spacey dementierte in einem Inteview mit dem Playboy seine angebliche Homosexualität. Der Silberhändler weiß es aber genauer: nur Männer seien das damals gewesen, und zwar viele. Wobei man dem Urteil des Silberhändlers nicht recht trauen kann, denn er behauptete auch, in seinem Heimatstaat New Mexico lebten keine Schwulen.

Wer Autor, Buch, Film und Stadt nicht kennt – anbei eine kleine Einführung: 

Wie die Kaninchen…

15. Januar 2009

Amerikaner seien prüde, heißt es immer. Die Arbeiten der kalifornischen PR-Agentur Süperfad sprechen eine andere Sprache. Okay, es ist Werbung für Kondome. Aber die ist nicht ohne Humor, nicht wahr?

Beschleunigter Wahnsinn

14. Januar 2009

Heute hat mir meine beste Freundin dieses Video geschickt (unbedingt Lautstärke hochdrehen). Es zeigt nicht nur den Zustand unserer Zeit, sondern auch die Angst der Amerikaner vor einer Zukunft, die anderen gehören könnte.